R-City Guide – Reformationsstadt Genf – 18. November 2017

Auf unserem Spaziergang – allerdings in novembrigem Gau und Kälte – kamen wir an vielen wichtigen, geschichtlichen Stationen vorbei. Schon im Zug hatten wir uns einen guten Überblick über die Geschehnisse und Umwälzungen gemacht, sowie vom Wirken und Werden der Reformatoren in Genf gehört. Wirtschaftliche und politische Interessen umrankten die Stadt Genf, der Bischof der Stadt stand im Spannungsfeld (Savoien / Bern / Freiburg) und verfolgte eine eher wankelmütige Linie.

Die Disputation von Rive bei Genf im Juni 1535 endete mit dem Beschluss des Rates, dass die Messe i n derStadt abzuschaffen ist. Im Mai 1536 folgte die Entscheidung, die Reformation einzuführen.

Guillaume Farel, der entscheidend darauf hin gewirkt hatte, holte den 20 Jahre jüngeren Jean Calvin in die Stadt.

Mit seinen Schriften und den strukturellen Erneuerungen der Kirche wurde Calvin wie zum Architekten der reformierten Kirche.

Nach paulinischem Vorbild sah er vier Aemter vor: Pfarrer, Doktoren, Älteste und Diakone. Die Pfarrer waren für den Dienst an Wort und Sakrament zuständig, die Doktoren für die Unterweisung, die Ältesten für die Kirchenzucht, die Diakone für die Armenfürsorge.

Die Bilder zeigen unsere Stationen: Kirche St. Madeleine, Lutherische Kirche, Auditoire Calvin, Cathedrale St. Pierre, Mallet-Haus (Musée International de la Réforme), das Ratshaus, Kirche St. Germain, die Reformationsmauer mit den Bildnissen von Farel, Calvin, Beze und Knox, das Calvin-Koleg und die Kirche Fusteri.

Eifrig diskutierten wir über das auch heute (wieder) aktuelle Thema des Verhältnisses Kirche und Staat, über Glaubensfragen und Glaubensformen.

Ein weiterer gelungener Ausflug und spannender Tag. Dies ist gleichzeitig nun der Abschluss der Reise-Reihe und ich danke allen, die so interessiert mitgemacht haben. 

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