Der Taufstein

Der Taufstein steht an zentraler Stelle in unserer Kirche, mitten im Chor. In seinem oberen Teil ist er aus einem einzigen Kalksteinblock herausgehauen, das gibt ihm einerseits eine gewisse Wucht, daneben wirkt er in seinen schlichten Proportionen trotzdem sehr harmonisch. Über den Künstler, der ihn geschaffen hat, wissen wir nichts; einzig im Steinmetzzeichen (auf dem Foto oben in der Mitte gut sichtbar), hat er seine Spur hinterlassen. Nach den spärlichen Quellen ist der Stein wahrscheinlich knapp vorreformatorisch, also ungefähr um 1500 entstanden. Das bedeutet, dass er sicher einen Standortwechsel hinter sich hat, denn in der katholischen Zeit stand mitten im Chor der Kirche der Altar, das wissen wir aus den Visitationsberichten für den Bischof von Lausanne.

 

Der Taufstein stand ursprünglich vermutlich im Eingangsbereich der Kirche. Nach der Reformation erhielt er seinen jetzigen, zentralen Platz. Interessant ist in diesem Zusammenhang, das kurz danach in auch mit der Führung der Taufrödel angefangen ist. Seit 1555 bestehen diese Eintragungen über alle in unserer Kirche vollzogenen Taufen und wurden bisher oft zur Familienforschung benützt. Die älteren Rödel befinden sich im Staatsarchiv in Bern, die jüngeren werden in der Kirchgemeinde aufbewahrt. Der Stein wirkt wie gesagt schlicht, kompakt und hat nur sehr wenig Verzierungen, im Vergleich zu anderen Taufsteinen, die teilweise viel feiner verziert sind und aus "edleren" Steinen herausgehauen. Aber sein Schöpfer und die Auftraggeber müssen sich trotzdem einiges gedacht haben. Wenn wir ihn betrachten sehen wir, dass er unten viereckig ist, dann achteckig, darauf rund, dann kommt der achteckige Kelch und oben ist er wieder rund. Es sind dies Proportionen, die man im Spätmittelalter mit seiner Lust an Zahlen-Symbolik und Formen auf mannigfaltige Weise zu deuten wusste als fundamentale Stabilität, harmonischer Geborgenheit und ewige Verbundenheit. Schön ist es, wenn wir das auch heute noch bei seinem Anblick verspüren.

Jahreslosung 2022

Bildquelle: Jahreslosung-2022-Bahlinger-Kunstblatt
Bildquelle: Jahreslosung-2022-Bahlinger-Kunstblatt

Fürbitte für die Menschen in der Ukraine und Russland

Wir zeigen uns erschüttert und sprachlos: “Unsere Gedanken und Gebete sind mit den Menschen, die nun um ihr Leben fürchten und die erleben, wie Leid und Tod in ihre Städte und Dörfer einziehen.” Wir alle sind aufgefordert, in Gebet und Fürbitte unsere Sorgen vor Gott zu bringen und für den Frieden zu beten.

Beten – das heisst, wir verstummen nicht, auch nicht angesichts der Grösse und Komplexität der Situation in der Ukraine und Russland.

 

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Informationen zur Situation in der Ukraine

Die Geschäftsstelle des kantonalen Führungsorgans (KFO) verfolgt die Lage in der Ukraine. Auf der Homepage des Kantons Bern, Amt für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär, werden Fragen im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine beantwortet. Zum Beispiel bezüglich Treibstoffrationierung, Notvorräte oder Schutzräume und welche Unterstützungen geleistet werden können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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